Glasarten

 

Ornamentgläser - Verbundsicherheitsglas - Einscheibensicherheitsglas

 

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Ornamentglas

Bleiverglasung 

Diese Glasart wird durch Walzen mit Mustern  versehen. Dies können Linien oder Rippen sein, es gibt sehr viele Varianten und Möglichkeiten. Ornamentglas ist ein sogenanntes Gussglas, dass zwar Licht durchlässt aber dennoch undurchsichtig ist. Daher eignet es sich besonders im Bereich von Badezimmern, ob als Fenster oder in der Duschkabine. Man kann es im Grunde genommen überall da zum Einsatz bringen, wo man Licht haben möchte, aber vor ungewollten Blicken geschützt sein möchte. Fragen Sie uns nach den Möglichkeiten der Verwendung von Ornamentglas. Gerne erklären wir Ihnen die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten sowie Ausführungen.

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Verbundsicherheitsglas (VSG)

 

Dieses Sicherheitsglas erhält seine Sicherheitseigenschaften aufgrund einer reißfesen und zähelastischen Folie, die zwischen zwei oder mehr Glasscheiben eingebracht wird. Der sogenannte Vorverbund geschieht mittels einer Walzenpresse. Es werden die übereinliegenden Glasscheiben mit einer Folie, meist Polyvinylbutyral, verbunden. Der dauerhafte Verbund kommt dann im Autoklaven unter Hitze von ca. 140 Grad und Druck von ca. 12 bar zustande.

Kommt es zu einem Bruch der Scheibe, so bewirkt dieser Verbund eine deutliche Reduzierung der Verletzungsgefahr. Die Folie erschwert zudem das Durchdringen des Glases. Diese Eigenschaften machen das Verbundsicherheitsglas ideal für den Einbruchschutz. In einem weitergehenden Verfahren kann das VSG auch zu Panzerglas gemacht werden. Es müssen dafür nur genügend Dicken von Folien und Glas verbunden werden.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Glas verfügt VSG über eine Resttragfähigkeit. Selbst, wenn es zu einer Teilzerstörung des Glases kommt, bietet es noch eine gewisse Schutzwirkung. Anwendung findet es daher auch ganz besonders in den Bereichen, wo es nach Öffnung im Schadensfall verschlossen bleiben oder das Herabfallen der Scheibe vermieden werden soll. In Deutschland ist es unter anderem vorgeschrieben, dss begehbare Überkopfverglasungen mit zumindest doppelter Folie versehen sind.


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Einscheibensicherheitsglas (ESG)

 

Dieses Sicherheitsglas besteht nur aus einer einzigen Scheibe, die aber speziell wärmebehandelt wurde. Dazu ist bei der Herstellung eine Hitze von mehr als 600 Grad Celsius notwendig und muss danach mit kühler Luft zügig abgekühlt werden. Bei diesem Abkühlungsprozess kühlt die äußere Zone des Glases schneller ab, als ihr innerer Kern. Dadurch entsteht dann im Kern eine Zug- und in der Oberfläche eine Druckspannung. Das Glas besitzt dann eine erhöhte Stoß- und Schlagfestigkeit. Nachgwiesen wird diese Stoß- und Schlagfestigkeit mit dem sogenannten Pendelschlagversuch, der der Norm DIN EN 12 600 entspricht. Ein weiterer Vorteil dieses besonderen Prozesses ist, dass das nun vorgespannte Glas unempfindlich gegenüber große Temperaturunterschieden ist.

Bezeichnend für diese Glasart ist, dass es bei Bruch in kleinste Stücke ohne scharfe Kanten zerfällt. Die Verletzungsgefahr wurde hier also im Vergleich zu normalen Glas, auch Floatglas genannt, enorm reduziert. Zum Einsatz kommt ESG bereits seit Jahrzehneten im Automobilbau für Seitenscheiben. Es verhindert wirksam Schnitt- und Stoßverletzungen. Aber auch im Haus kommt es zum Einsatz. So bestehen zum Beispiel Ganzglastüren immer aus ESG.